The White Horse Theatre

JGS proudly presents the White Horse Theatre performing
“Neighbours with Long Teeth” (written by Peter Griffith) for the “Mittelstufe”
and Shakespeare’s “Midsummer Night’s Dream” for the “Oberstufe”
on December 12th 2017

Can you really imagine what the life of a vampire is like?

Or have you ever considered the problems and rejections a vampire might be confronted with in his or her everyday life in a contemporary neighbourhood in your town?

Be true… would you make friends with a vampire, if you might fear ending up as a snack or full meal?

Am 12.12. hatten wir die englische Theatergruppe “White Horse Theatre” mit zwei englischsprachigen Theaterstücken in unserer altehrwürdigen Aula zu Gast. Das vierköpfige Theaterensemble stellte sich in ihrer Aufführung “Neighbours With Long Teeth“ die oben formulierten Fragen in einem sowohl lustigen als auch ernsthaften Stück über eine Vampirfamilie, die in eine neue Nachbarschaft zieht. Familie Smith ist eine völlig normale Familie, die in einer völlig normalen Stadt lebt, in der nichts Außergewöhnliches passiert oder auch einfach nicht passieren darf.  Dabei handelt es sich um eine dreiköpfige Familie, bestehend aus den Eltern und ihrem Sohn Richard, genannt Rick.

Ehrlich gesagt ist Rick aber alles andere als interessiert an diesem „völlig normalen Leben“ in seiner „völlig normalen“ Familie. Das liegt vor allem daran, dass er keineswegs so engstirnig und spießig ist wie seine Eltern. Darum lässt er sich auch auf eine sehr enge Freundschaft mit Phylthia, der attraktiven Vampirtochter, ein. Rick muss während seines Besuchs im Hause seiner neuen Nachbarn feststellen, dass die Atmosphäre dort doch sehr gespenstisch und dunkel ist. Überall stehen Särge und Blood-Drinks in Flaschen herum. Und irgendwo müsste auch der Herr des Hauses, Count Spatula, in einem Sarg schlummern…. eigentlich… und zwar tief und fest…

Ist Rick dort sicher? Kann ihn seine neue Freundin Phylthia beschützen? Was ist, wenn ihr Vater Ricks Blut riecht und erwacht? Und überhaupt…. sind unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen G9, R9 und R10 überhaupt sicher gewesen? Hat Count Spatula auch ihr Blut gerochen…?!?

Haben sich Rick und Phylthia tatsächlich so schnell verliebt? Konnten sie sich gegen alle Widersacher und gesellschaftlichen Probleme behaupten, da sie als Paar doch so „andersartig“ sind und von allen in der Öffentlichkeit kritisch angestarrt werden?!

Ricks ach so normale Eltern sind natürlich völlig vor den Kopf gestoßen und warnen ihren Sohn vor der Fremden, vor der, die anders ist als sie alle.

Schnell hat das interessierte Publikum (ein dickes Lob meinerseits an euch alle!:)) festgestellt, dass die Vampire Stellvertreter sind für Fremde in unserer Gesellschaft, die immer wieder mit Vorurteilen, Hass und Rassismus konfrontiert werden; aber am Ende siegen diese negativen Einstellungen Fremden gegenüber nicht. Im Gegenteil, das Stück zeigt eindeutig, dass nicht alles, was wir nicht kennen, schlecht oder sogar böse ist. Das mussten auch Ricks Eltern erfahren. Sie mussten feststellen, dass es immer wichtig ist, sich erst einmal gegenseitig kennen zu lernen und vorurteilsfrei zu begegnen.

Die Schülerinnen und Schüler, die nicht von Count Spatula angegriffen wurden, haben die Vorführung sehr genossen und vor allem verstanden (ist Englisch nicht toll?!). Aber keine Sorge, alle haben die 70-minütige Veranstaltung überlebt und … falls…  eines Tages Vampire in ihre Nachbarschaft ziehen, werden sie nicht so hilflos, irritiert und ablehnend wie Familie Smith sein.

Da bin ich mir sicher!

Das Oberstufenstück von Shakespeare für die Jahrgänge Q1, Q3 sowie für die Orientierungskurse Englisch der E-Phase von Frau Kolbe und Frau de Lima Gomes erschien auf den ersten Blick als eine Herausforderung… sprachlich zumindest, dachten unsere Schülerinnen und Schüler. Hätte sie gewusst, dass der Inhalt auch sehr verwirrend ist, wären sie vielleicht nicht gekommen und hätten diese wunderbare und phantasievolle Aufführung verpasst. Das wäre höchst schade gewesen:

Was passiert in dieser Komödie?

Lysander liebt Hermia. Helena liebt Dimetrius. Hermia liebt Lysander. Dimetrius liebt Hermia. Pyramus liebt Thisbe. Und die Elfenkönigin liebt ein eselköpfiges Monster…

Auch hier mussten wir uns wieder Fragen stellen. Zum Beispiel: ist Liebe eine Form von Magie? Ist Liebe ein Traum? Und können Liebende ihre Gefühle nach Belieben steuern? Wir mussten feststellen, dass in einem Mittsommernachtstraum alles möglich ist…

Die heutige White Horse-Inszenierung dieses magischen Stücks hält sich sehr an die authentische Originalsprache von William Shakespeare (was wir Englischlehrerinnen der Oberstufe natürlich äußerst begrüßen); allerdings erzählte das grandiose Theaterensemble das Stück in gut 90 Minuten, so dass es dem jungen Publikum nicht zu lang erschien. Besonders die eingewebte Musik und die lustigen sowie sehr dynamischen Tanzsequenzen sorgten neben dem feenhaften und verträumten Bühnenbild für ein einmaliges und kurzweiliges Erlebnis, sodass die Shakespearesche Komödie in vielerlei Hinsichtverstanden, aber vor allem genossen werden konnte, auch ohne jedes einzelne Wort verstehen zu müssen! Applaus! Applaus!

Ich bedanke mich beim Team des White Horse Theatre für die netten Telefonate während der Planungszeit, bei den vier fantastischen Schauspielern Erin-Mae Cecilia, Elizabeth Rigby, Alex Gordon und Daniel Patch aus England sowie bei Herrn Pertschy für die perfekte Ausstattung der Aula und beim Schulleitungs- und Verwaltungsteam für jegliche Unterstützung dieses Theatervormittags.

Auch ein großes Lob an alle Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Kolleginnen und Kollegen; ihr wart ein tolles Publikum!

Ich wünsche allen noch eine wunderschöne Vorweihnachtszeit sowie ein besinnliches Fest!

Sandra Rodrigues (Fachschaft Englisch an der JGS)

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