Das Benefiz-Weihnachtskonzert der JGS-Bläser

Bereits zum fünften Mal begrüßte Manfred Schmidt die im Fürst-Durstewitz-Saal versammelte Schulgemeinde zum Weihnachtskonzert der JGS Blasorchester. Er warb für den guten Zweck des Benefizkonzerts, dessen Spendenerlös wie in den Jahren zuvor der HNA-Aktion Advent zugute kommen soll. Er spornte die Gäste dazu an, das gute Ergebnis des Vorjahres durch großzügige Zuwendungen noch zu übertreffen. Hierauf thematisierte Schulleiterin Sabine Amlung in ihren Begrüßungsworten die große Bedeutung der musikalischen Erziehung: Mit Blick auf seine Forschungsergebnisse habe der Neurologe Stefan Kölsch die Musik zum Besten gezählt, das die Menschheit hervorgebracht habe. Gerade deshalb sei die unzureichende Förderung der musikalischen Bildung in Deutschland zu beklagen, wofür sie als Beispiel die Kürzung der Mittel für die Musikschulen anführte. Demgegenüber konnte sie mit Stolz auf die Rolle der Musik an der Jakob Grimm Schule verweisen, deren Blasorchester schon auf eine zehnjährige Tradition zurückblicken kann. An dieser Stelle dankte sie Alica Walther und Manfred Schmidt für die engagierte Leitung der Bläser. Sie vergaß dabei nicht, auch dem JGS-Förderkreis für die finanzielle Unterstützung ihren Dank auszusprechen. Nach so viel Lob warteten alle gespannt, welches Können vor allem die Bläserklassen der kleinen Schule unter Beweis stellen würden. Denn von der hohen Qualität der Großen hatte man sich schon eine Woche zuvor in der Jakobikirche überzeugen können. Gut informiert zeigte sich Karin Sackmann als Moderatorin des Programms, das erst nach der Pause die Zuhörer in weihnachtliche Stimmung bringen sollte. Als Motto des Abends wählte man einen zu Gehör gebrachten Titel: Die schwungvolle Filmmusik von „Polar Express“. Auch die JGS-Bläser waren wohl das vorweihnachtliche Schmuddelwetter leid und luden ein, mit ihnen zusammen auf große Fahrt zu gehen, um den Weihnachtsmann am Nordpol zu besuchen. Da gibt es noch die jedes Jahr aufs Neue beschworene „White Chrismas“ , ohne die Santa Claus wohl gar nicht seinen Schlitten starten könnte. Dass der Weihnachtsmann schon morgen vor der Tür stehen könnte: Daran musste wohl jeder denken, der dem Titel „Chinaman in Paris“ lauschte, in dem chinesische Melodik mit einem traditionellen weihnachtlichen Liedmotiv verknüpft wurde. Nicht ganz unpassend, denn: Muss nicht auch der Weihnachtsmann einen großen Umweg über das Land der Morgenröte machen, um alle Geschenke zu bekommen?  Märchenhaft ging es auch in dem hymnischen Stück „King Arthur“ (von Kees Schoonenbeck) zu, wo in fünf Sätzen die Sagengestalten der Tafelrunde mal mit königlicher Gravität, mal im ruhigen Walzertempo, dann wieder im heiteren Galopp der Ritter porträtiert werden. Und wie es sich für ein echtes JGS Blasorchester gehört, kamen auch die Märchen aus Jakob Grimms Feder nicht zu kurz: Die Rapunzelgeschichte, vorgetragen von einer Schülerin des Orchesters, erhielt von Szene zu Szene die passende musikalische Untermalung. Das Timing von Vortrag und Musik war perfekt! Noch viele weitere Stücke (u.a. bekannte Titel aus dem Filmmusikgenre) sowie natürlich eine Vielzahl von Advents- und Weihnachtsliedern machten das Programm zu einem feierlichen Hörerlebnis und ließen für mehr als zwei Stunden den üblichen Stress vor dem Fest vergessen! Mit kleinen Präsenten bedankten sich Alisa Walter und Manfred Schmidt am Ende bei allen, die zum Gelingen des Benefizkonzerts beigetragen haben.

Bericht und Fotos: Rainer Lehn

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